
Die Ballade von Garuma
Die Ballade von Garuma
von Ad de Bont
Wir erzählen die wundersame Geschichte des Jungen Fernandez aus einem Armenviertel irgendwo in Südamerika. Das Fussballtalent wird entdeckt, Fernandez wird gefördert. Er erklimmt die Spitzen des Fussballolymps und heiratet eine Sambakönigin, die früher eine Hure war. Man nennt ihn nun «Garuma», nach einem Vogel, den kein Lebender zu berühren vermag. Der holländische Autor Ad de Bont erzählt von den schwindelerregenden Höhen einer glanzvollen Fussballkarriere und deren Abgründen. «Die Ballade von Garuma» ist ein poetisches, mitreissendes und sehr musikalisches Stück in schneller Szenenfolge über den Drang, anders als die anderen sein, aus der Masse herausragen zu wollen. «Die Ballade von Garuma» von Ad de Bont ist inspiriert durch die Autobiografie von Pelés kongenialem Sturmpartner Garrincha.
Zur Inszenierung
«Die Ballade von Garuma» soll als rasante, vitale, farbenprächtige und musikalische Geschichte inszeniert
werden, mit lauten und leisen Tönen. Theater muss Geschichten erzählen, muss verdichten und weglassen.
«Die Ballade von Garuma» ist in diesem Sinne kein Dokutheater über soziale Missstände, sondern eher als eine
märchenhafte Geschichte mit südamerikanischem Flair zu verstehen. Die Sprache ist direkt und ungeschminkt. Die Konstruktion, die poetische Art der Erzählung erinnert an die Erzählweise von Gabriel Garçia Marquez und steht, obwohl von einem Europäer geschrieben, in einer südamerikanischen Erzähltradition.
Die Theatergesellschaft Malters tritt mit einer altersdurchmischten Mannschaft an. Das Ensemble wird durch
neue jugendliche Spielerinnen und Spieler ergänzt. Sport trifft Theater – und Theater ist dem Fussball ja eng
verwandt: Ein Spielfeld, Spielerinnen und Spieler, Spielregeln, Training, Publikum – mit dem Unterschied, dass,
wenn Theater gelingt, es keine Verlierer, sondern nur Gewinner gibt. Ein Stück also für jeden Fussballfan, das ebenso für Fussballmuffel geeignet ist!
Reto Ambauen
Seitenblick:
Jungendliche und bewährte Kräfte spielen zusammen Theater
Ganz im Interesse einer lebendigen TGM muss es sein, interessierten Jugendlichen Gelegenheit zu bieten, Theater aktiv zu erleben und zu gestalten. An theaterinteressierten Jungen fehlt es Dank der Aufbauarbeit des Kinder- und Jugendtheaters nicht. Acht von ihnen liessen sich begeistern und wollen ihre positiven Erfahrungen neu umsetzen und weiter entwickeln. Hier anzuknüpfen und Jugendliche fürs „grosse“ Theater zu motivieren war schon geraume Zeit unser Ziel. Mit Reto Ambauen haben wir einen Fachmann par exellance an unserer Seite. Die Suche nach einem geeignetes Stück, das sowohl Jugendlichen wie Erwachsenen genügend Raum bietet, stellte sich als echte Herausforderung dar.
Mit der „Ballade vom Garuma“ widmen wir uns einer brisanten, aktuellen Thematik, die alle betrifft. Glaubwürdige Geschichten erzählen, farbige Bilder auf die Bühne zaubern, Betroffenheit auslösen, das alles macht echtes Theater aus. Da wird die unverbrauchte Energie, die Begeisterungsfähigkeit unserer Jugendlichen eine wichtige Stütze sein.
Auf dass uns der Erfolg treu bleibt!
Franz Beck Produktionsleitung 2009
Spielerinnen, Spieler und Chor
Amaranta del Pillar, Susi Meier
Fernandez Maria Olivares «Garuma», Jonas F. Meier
Pico Calero, Julian Dillier
Rosa, Regina Stadelmann
Mamita Olivares, Mary Birri
Lala Checa, Mirjam Berger
Evangelina Chorizo, Yvonne Marbacher
Louisa, Barbara Bachmann
1. Freier / Erzbischof, Markus Burkhalter
2. Freier / Sekretär des Erzbischofs, Marcel Lustenberger
Ernesto Baracca / Trainer, Markus Keller
Fan 1, Rita Carlin
Fan 2, Sandra Dietschi
Fan 3, Lukas Schüpfer
Chor und gemeinsame Szenen:
Rita Carlin, Mirjam Berger, Regina Stadelmann, Sandra Dietschi, Lukas Schüpfer, Barbara Bachmann, Markus Burkhalter, Marcel Lustenberger.