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Über uns...

Hier finden Sie einen Auszug aus TGM-Stücken von 1898 bis heute in chronologischer Reihenfolge- die Highlights der TGM-Geschichte.

1898 Die Schlacht bei St.Jakob an der Birs

1898Die erste erhaltene Fotografie zeigt das Ensemble, welches unter Leitung von Direktor Jakob Bächler das historisch-dramatische Gemälde in 4 Aufzügen von Boleslaf Platowitsch spielte. Die Aufführung wurde in der Presse als vorzügliche Leistung gepriesen, die edlen Genuss verschaffe und hochpatriotische Gefühle und Gedanken erwärme. Im Tagesanzeiger wurde zudem die passende Orchestermusik, z.B. der Trauermarsch von Chopin zur Niederlage der Eidgenossen und das Schlusslied „Rufst Du, mein Vaterland“, hervorgehoben.


1924 Die Rabensteinerin

1924Deftige Szene aus dem anforderungsreichen Schauspiel von Ernst von Wildenbruch, das wegen der Darstellung von Hass und der Habsucht des Reichen gegenüber dem weniger Begüterten als lehrreich und volksbildend galt. Trotzdem das Stück in Schriftsprache gegeben wurde, schwärmte die Presse, man glaube nicht, Dilettanten vor sich zu haben. Das erfolgreiche Stück tat auch der damals maroden Vereinskasse gut.


1935 Diejenige Dame


1935Das Dialektlustspiel von Jakob Stebler wurde aus einem Zugzwang heraus gewählt, nachdem das 1931 gespielte historische Schauspiel den Geschmack des Publikums nicht getroffen und nachhaltige Diskussionen über die Stückwahl nach sich gezogen hatte. Das spielerisch ansprechende, aber inhaltlich einfache Stück fand Anklang beim Publikum.

 


1946 S’Bärewirts Töchterl

1946Mit diesem bewährten berndeutschen Dialektstück wurde erstmals auf der 1945 neu eingerichteten Bühne gespielt. Nach der langen, kriegsbedingten Pause war die Bevölkerung so richtig wieder in Theaterstimmung. Der Erfolg des Stücks war legendär und half mit, einen schönen Teil der eingegangenen Bauschulden zu decken.

 


1950 Die gold’ne Meisterin

Szene aus der Operette von Julius Brammer und Alfred Grünwald, mit Musik von Edmund Eysler. An dieses Werk wagte man sich, weil Malters seit jeher über ein gutes Orchester sowie Sängerinnen und Sänger verfügte. Der spielerische Erfolg war mehr als befriedigend und stärkte das Ansehen des Vereins. Allerdings resultierten nicht die erhofften Mehreinnahmen. Erstmals wurde für die Inszenierung ein Regisseur vom Stadttheater beigezogen.


1953 Die lustige Witwe

1953Obwohl einzelne Mitglieder für ein Schauspiel votierten, verlockte der vorhandene Stamm prächtiger Stimmen, erneut eine aufwändige Operettenproduktion an die Hand zu nehmen. Solisten, Chor, Orchester und Tänzerinnen meisterten den anspruchsvollen, spritzig inszenierten Klassiker von Victor Leon und Leo Stein, nach Musik von Franz Lehar, bravourös. Weil es zu organisatorischen Unstimmigkeiten kam, nur ein mageres finanzielles Ergebnis resultierte und der Aufwand einfach zu gross war, wurde vom Experiment Operette Abstand genommen.


1965 Dienst auf Golgotha 

1965
Nachdem eine Uraufführung eines musikalischen Lustspiels wegen eines Autorenstreits geplatzt war, entschloss man sich kurzfristig, zusammen mit Spielern der Jungmannschaft vor Ostern dieses bisher wenigbekannte Passionsspiel von Marcel Dornier aufzuführen. Kaplan Egli verfasste den Prolog zu den einzelnen Akten. In der Presse wurde die Inszenierung, die auf einer unvergleichlich höheren Stufe als die abgewrackten, verstümmelten und verstaubten Landoperretten und Dialektschunken liege, sehr gelobt. Auf Einladung wurden zwei Extraaufführungen in Gerliswil gespielt.


1968 Schwarzi Göggs und Wyssi Chräge

1968Mit diesem neuzeitlichen, kabarettistischen Lustspiel von Cesar Keiser und Peter Farner, zudem gespielt in einer konsequent zukunftsweisenden Inszenierung von Flavio Steinmann, setzte die Theatergesellschaft Malters neue Massstäbe fürs Landtheater. Die Spieler wurden gezielt auf intensiv überzogene Sprechtechnik und Gestik getrimmt, wozu die herrlich skurrilen Bühnenbilder und Requisiten von Zebede Gremper und Schischi Krauer den passenden Rahmen lieferten. Theaterbegeisterte und die Presse feierten das Stück, während dem konventionellen Theaterbesucher zumindest die zahlreichen Pointen beste Unterhaltung boten.


1982 Der Besuch der alten Dame


1982Es war ein Wagnis, mit einem Laienensemble den Dürrenmatt-Klassiker in einer Mundartfassung zu spielen. Nach über 50 Proben und enormem Einsatz aller Mitwirkenden wurde die Theatergesellschaft für die geleistete Arbeit voll entschädigt. Nach einer glanzvollen Premiere und 9 weiteren Aufführungen waren ein neuer Zuschauerrekord und ein Prestigegewinn der gerechte Lohn für die Anstrengungen. Daneben zählte aber ebenso, dass das grosse Ensemble von rund 45 Personen einen tollen Teamgeist entwickelt hatte. Die Theatergesellschaft hatte auch schon lange nicht mehr so viele neue und auch junge Spieler gewinnen können.


1988 Geschichten aus dem Wienerwald


1988Unter der Regie von Urs Steiner löste sich die Theatergesellschaft mit den doppelbödigen, stark ironisierenden Horvath-Stück noch mehr aus dem Cliché der ländlichen Volksbühne. Mit der Stückwahl und der Inszenierung wurden neue Massstäbe gesetzt. Aber auch das imponierende, facettenreiche Bühnenbild und die eigens kreierten Kostüme verrieten, dass die Herausforderung gesucht und kein Aufwand gescheut wurde, um anspruchsvolles, literarisch hochwertiges Theater zu spielen. Von der spielerischen Leistung bis zur Technik hatte man ein höheres Niveau erreicht. Und bei rekordverdächtigen 2150 Besuchern wurden schwarze Zahlen geschrieben.


1996 80 Tagen um sich selbst

" ... Um den Malterser Theaterleuten bzw. ihrer Leistung im neuen Stück "In 80 Tagen um sich selbst" gerecht zu werden, darf man ohne Bedenken Superlative gebrauchen. Die Premiere war ein supertolles Theatererlebnis und ein reines Vergnügen, das sich niemand entgehen lassen darf. Es war ein Spektakel voll Humor, mit ‚action' und Stress am laufenden Band. Den Akteurinnen und Akteuren kann ohne zu übertreiben nicht nur ein Kränzchen, sondern ein veritabler Kranz gewunden werden..." (Volksbote 26. April 1996)


1998 Der goldene Topf

" Phantastisches Theater - Unter den Laientheatern der Luzerner Landschaft ragt die Theatergesellschaft Malters heraus: Seit Jahren zieht sie konsequent professionelle Regisseure und Regisseurinnen zur Erarbeitung ihrer Produktionen bei, auch vor Experimenten schreckt sie nicht zurück. In diesem Jahr geben sie gar eine Uraufführung. Sie wagen das Experiment, die Erzählung‚ Der Goldene Topf von E.T.A. Hoffmann einzustudieren, von dem es gar keine Theaterfassung gibt. (Kulturkalender 4/98)


1999 Hase Hase

Erneut wurde ein Stück ausgesucht, das 5 Jahre zuvor am Stadttheater gespielt worden war. Abgesehen von einem dem Regisseur zugedachten Verriss im inzwischen eingegangenen „Luzern heute“ äusserten die übrigen Zeitungen zum sehr gut besetzten, ausgeglichenen Ensemble, zu den bemerkenswerten Regieeinfällen, zum Bühnenbild und zu den (französische) Stimmung vermittelnden Akkordeoneinlagen sehr positive Kritiken. „Hingehen und ‚Hase, Hase’ erleben“ empfahlen die Neue Luzerner Zeitung sowie Die Region. Dies taten die Besucher dann auch in wieder sehr erfreulichem Ausmasse!


2000 Die Nächte der Cabiria


Es brauchte Mut, das ursprünglich filmische Werk von Fellini auf die Bühne zu bringen und dabei noch diesen anrüchigen Stoff (Geschichte der kleinen Hure Cabiria) zu behandeln. Spielerinnen, welche sich für die Prostituiertenrollen zur Verfügung zu stellen, konnten bald gefunden werden. Es fehlten indessen lange Männer, welche bereit waren und Gauner, Zuhälter, Schläger, Draufgänger, Stars oder Tänzer zu mimen. Die vielen schrägen Figuren bildeten um die toll verkörperte Cabiria ein schillerndes Ensemble, das der Geschichte den nötigen Ausdruck verlieh. Die Inszenierung war beeindruckend und erfolgreich. Dazu trug wesentlich das aussergewöhnliche Dimensionen aufweisende, typisierte Bühnenbild bei.


2001 Glückliche Zeiten

Mit der Ayckbourn-Komödie wurde eine glückliche Wahl getroffen. Das unterhaltsame Stück war anspruchsvoll, auch für den Zuschauer, der eine gewisse Zeit brauchte, um den Clou der Stückanlage zu durchschauen. Die vielen emotional berührenden Szenen waren mit einer geballten Ladung von Gags durchsetzt, dass man am Schluss trotzdem nicht bedrückt aus dem Theatersaal ging. Eine grossartige Leistung von Regie und Spielern. Die Neue Luzerner Zeitung hielt dazu fest: „Die Produktion ist so unglaublich gut, dass man sie kaum bewerten kann, ohne sich dem Verdacht krasser Gefälligkeitsberichterstattung auszusetzen....“